Streik am 10. und 18. September: Wer macht was in den Verkehrsgewerkschaften?

Von Die neuen Obs mit AFP
Ein TGV-Zug am Bahnhof Montparnasse in Paris, 21. Februar 2024. THOMAS HUBERT/SIPA / THOMAS HUBERT/SIPA
Während die beiden angekündigten Mobilisierungstage gegen die Sparpläne der Regierung näher rücken – am 10. September durch eine in den sozialen Netzwerken gestartete Bewegung und am 18. September durch die Gewerkschaft – wirft AFP einen Blick auf die Positionen der Verkehrsgewerkschaften.
• LuftfahrtsektorDie SNCTA, die größte Gewerkschaft der französischen Fluglotsen, hat für Donnerstag, den 18. September, einen Streik angekündigt. Sie fordert eine „vollständige Anpassung der Löhne an die Inflation“ bis 2024 sowie Änderungen in der Berufsordnung. Verkehrsminister Philippe Tabarot reagierte auf diesen Streikaufruf am Freitag, den 29. August, mit der Erklärung, er werde nicht nachgeben.
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Die Gewerkschaft Sud Aérien ruft zu einem Streik und einer Blockade der Flughäfen am 10. September auf und schließt sich damit der landesweiten Bewegung gegen die Sparmaßnahmen an. Die Nationale Pilotengewerkschaft (SNPL) erklärte gegenüber AFP, sie habe noch keine Position zu den Streiks am 10. und 18. September . Sie wolle ihre Behörden nächste Woche konsultieren.
Bei Air France plant die Gewerkschaft CGT Air France, für den 10. und 18. September zu Streiks aufzurufen. FO Air France teilte AFP mit, dass man sich noch nicht auf einen der beiden Termine festgelegt habe und nach einer für den 2. September angesetzten Sitzung eine Entscheidung treffen wolle. CFDT Air France hat nicht vor, an der Sitzung am 10. September teilzunehmen, aber es sei „wahrscheinlich“ , dass am 18. September ein Streikaufruf eingereicht und spätestens am Montag eine Entscheidung getroffen werde.
• EisenbahnsektorDie Gewerkschaft CGT-Cheminot (Französische Staatsbahnen), die größte Gewerkschaft der SNCF, rief in einer Erklärung auf ihrer Facebook-Seite zu einer „massiven Beteiligung“ am Streik am 10. September auf. Zum Datum des 18. September hat sich die Gewerkschaft noch nicht geäußert. Der Eisenbahnverband Unsa hat sich noch nicht entschieden und hält seine Bundesversammlung am Dienstag ab. Auf nationaler Ebene rief die Gewerkschaft Unsa gemeinsam mit dem intergewerkschaftlichen Gremium am Freitag zu einem Streik am 18. September auf.
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