In der Champagne droht immer noch das Schreckgespenst neuer „Ernten der Schande“

Zwei Monate nach einem aufsehenerregenden Prozess, der zur Verurteilung eines Dienstleisters wegen Menschenhandels führte, hat in der Appellation die Weinlese begonnen. Doch der massive Einsatz von Subunternehmern birgt das Risiko, dass neue Fälle das Image dieser kostbaren Rebsorte schädigen.
Épernay (Marne), Sonderkorrespondent.
Sie werden mit Lastwagen, manchmal sogar mit Bussen, in den Weinbergen angeliefert. An diesem Mittwoch, dem 27. August, brechen Dutzende kleiner, mit Rebscheren bewaffneter Arbeiter in die Weinberge rund um Épernay (Marne), die Hauptstadt der Champagne, ein. Die Ernte ist früher als geplant, und eine der teuersten Trauben der Welt wartet. Fast 100.000 Pflücker werden voraussichtlich bis zum Ende der Ernte in der Appellation arbeiten.
Dieses Jahr gab es keine Hitzewelle, aber die Erinnerung an den Jahrgang 2023, der den Spitznamen „Ernte der Schande“ trägt, geistert noch immer durch die Köpfe der Menschen. In diesem Jahr starben fünf Saisonarbeiter in den Weinbergen, getötet durch die Hitze und...
L'Humanité